Moppi … Lost in Obi

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Moppi … Lost in Obi

Wir schreiben das Jahr 2011. Captain Moppi fliegt per Spaceshuttle (rollender Baumarkt – Einkaufswagen), in seiner im Kindersitz eingeklemmten Hundetasche durch den Obi – Orbit. Aber wo ist Herrchen? Eben befand er sich noch an Bord des Spaceshuttles. Mit einmal jedoch wurde er von einem schwarzen Loch gefressen, gleich hinter dem Regal mit den Akkuschraubern.

Hilfe! Ich, Captain Moppi, bin verloren … lost in Obi!

Plötzlich erscheint ein grimmiger Klingone mit Obi – Schild an der Uniform, dockt an meinem Spaceshuttle an und schiebt mich aus der Umlaufbahn.

Herrchen, wo bist Du nur? Ich werde verschleppt! Der kriegerische Obi – Klingone brüllt nun durch das gesamte Schrauben – Universum: „Wem gehört der Wagen mit dem Mops???“ In diesem Moment denke ich nur: „Beam me up, Herrchen! Aber zack zack!“ Alle Obi – Orbit – Insassen starren mich an und die meisten grinsen. Jetzt möchte ich gerne von einem schwarzen Loch verschluckt werden, so peinlich ist mir diese Situation. Plötzlich taucht Herrchen wieder hinter dem Akkuschrauber – Regal auf und entschuldigt sich bei dem Klingonen. Er hätte plötzlich einen Bekannten entdeckt und sich dann in einem Gang mit diesem verquatscht. Ich bin wütend und enttäuscht. Nur weil Herrchen irgendeinen dahergelaufenen Mr. Spock im Paralleluniversum trifft, vergisst er seinen treuen Captain Moppi. Das werde ich zu Hause im Mutterschiff sofort meinem Frauchen erzählen. Die ist nämlich so schön und intelligent wie Lt. Uhura aus dem Raumschiff Enterprise und hat letztendlich alle männliche Zweibeiner im Griff. Sicherlich bekommt Herrchen Fernsehverbot.

Und während Frauchen und ich uns mit Popcorn einen spannenden Science Fiction Film anschauen, muss Herrchen zur Strafe einen Aufsatz schreiben, mit dem Thema:

‘Möpse im Weltall – Wie kann ich ihnen dienen?’

Euer Moppi Motz – Mops

 

 

 

 

Intrigen Stadl

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Intrigen – Stadl

Es regnete. Mir war kalt. Aber Frauchen stand endlos lange vor der Haustür, um mit der Nachbarin sinnloses Zeug zu reden. So beobachtete und analysierte ich derweil einen Schwarm Möwen, welcher auf der Wiese gelandet war, um sich zu streiten. Es ging scheinbar um einen Kanten Brot, doch ich blickte viel tiefer in die Möwen – Psyche, die mir irgendwie vertraut schien.

Vorne weg die Alpha- Möwe, aufgebläht, dumm, aber schön. Sie nahm es als selbstverständliches Recht, an vorderster Front zu picken. Um sie herum mehrere Arschkriecher – Möwen, die sich um den Platz neben ‘Alpha’ stritten, sich gegenseitig schubsten und beleidigten. An der dünneren, harten Brotkantenseite kreischte und hackte abwechselnd die Hektik – Möwe, immer darauf bedacht, dass alle sehen konnten, wie fleißig und hart sie arbeitete. Ganz abgemagert stand sie wohl kurz vor einem Burn- Out. Weiter hinten schielte eine kleine Möwe hungrig auf den Kanten, wurde aber von der frustrierten und vertrockneten Oberlehrer – Möwe zurecht gewiesen, von wegen ‘Erst die Arbeit, dann der Kanten’. Schließlich hätte die kleine Möwe schon zum wiederholten Male einen ‘Recht – Kreisch – Fehler’ gemacht … so kann ja wohl niemals etwas aus ihr werden!!! An der vordersten Front stritten sich noch immer die Arschkriecher – Möwen und vergaßen darüber den Kanten. Die Alpha – Möwe betrachtete selbstverliebt ihr Spiegelbild in der Pfütze. So schlich eine andere Möwe, die Schlitzohr – Möwe zum Kanten und fraß sich genüsslich voll. Zwei Tratsch – Möwen berichteten, dass die Sozialarbeiter – Möwe letzte Woche verzweifelt Suizid auf den Straßenbahn – Schienen begangen hätte. Die schrecklichen Bilder liefen seitdem jeden Tag bei Möwen – RTL.

Fern ab von dem lauten Geschrei stand eine unscheinbare Möwe. Sie beobachtete still den wilden Haufen, flog dann gelassen auf die benachbarte Wiese, um dort einen unglaublich leckeren Keks zu picken. Niemand beachtete sie. Das war die Erleuchtungs – Möwe!

Zufrieden mit mir und der Psycho – Analyse zog ich mein Fazit: „Auch Möwen sind einfach nur Menschen!“

Euer Moppi Motz – Mops

Aufdringliche Rentner und ‘Heile Welt Musik’

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Aufdringliche Rentner und ‘Heile Welt Musik’

Neulich brachten mich Herrchen und Frauchen zu meiner Aufpasserin, denn sie wollten abends zu einer Buchlesung fahren. Ich gebe zu, Angst im Dunkeln zu haben. Deshalb war ich froh, an jenem Abend so lange beschützt auf dem flauschigen Teppich meiner Aufpasserin zu ruhen, bis die Beiden mich wieder abholen würden.

Frauchen war nach ihrer Rückkehr aufgekratzt und lachte immer wieder. Es lag aber nicht an der lustigen Buchlesung, sondern an einem Ereignis kurz davor. Die Buchlesung sollte im Untergeschoss des Hauses stattfinden und auf dem Weg dorthin fiel Herrchen ein, dass er dringend noch zur Toilette müsste. Frauchen stand wartend an der Flurtreppe, gleich neben einer nur angelehnten Tür zu einem großen Raum mit Musik. Während sie dort also stand, kam plötzlich ein eleganter alter Herr im Anzug und mit Goldkettchen behängt die Treppe hoch, öffnete die Tür zu dem großen Raum und wollte mein Frauchen einfach dort hinein schieben. Erst wehrte sie sich höflich. Doch der Macho – Rentner wurde ungehalten, weil sie nicht folgte um mit ihm zu tanzen.

Herrchen saß derweil immer noch ahnungslos auf dem Klo und Frauchen kämpfte da draußen um ihr Leben. Energisch und mit ein bisschen Schaum vor dem Mund klärte sie den Rentner auf, dass sie da noch gar nicht rein dürfe, denn für diese Musik sei sie noch viel zu jung und einen Vaterkomplex hätte sie auch nicht. Der Herr zog daraufhin wütend alleine ab.

Mir und meiner Aufpasserin erzählte sie diese Geschichte äußerst blumig und sang dazu das Lied von den Flippers: „Die rrroteee Sonne von Barrrrbaaadoooos…“ Auch nannte sie den Musikraum ‘Dinosaurier – Disco Ü70’, das habe ich allerdings nicht verstanden. Ich bin äußerst stolz auf mein Frauchen und habe heute fast nichts zu meckern. Solche Übergriffe kenne ich schließlich aus meinem eigenen Leben und manchmal ist es wichtig, unhöflich und frech zu knurren, so wie mein Frauchen. Macho – Rentner mit Goldkettchen, brutale Kopfkrauler und andere penetrante Menschen sollte man generell mit gefährlichem Knurren in ihre Schranken weisen. Oder mit schrecklich gesungener Volksmusik vertreiben, so wie mein Frauchen jetzt gerade mich.

„Die rrroteee Sonne von Barrrrbaaadoooos…. „ Heul!

 Euer Moppi Motz – Mops

Im Hain der Platonien

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Im Hain der Platonien

Sonntagnachmittag, draußen toben Regen und Sturm. Bei uns brummt eine DVD in Frauchens Laptop, während diese in ihren ältesten Schlabberhosen Kaffee schlürft. Der Film beginnt. Oh nein, bitte nicht „Harry und Sally“!!! Ich weiß, wie das endet. Alles verläuft friedlich, bis Frauchen wie gewohnt circa zehn Minuten vor Filmende abschaltet und schimpft. Der Autor von „Harry und Sally“ hätte mit diesem Ende den ganzen Film versaut. Knutschen, Hochzeit … igitt … der typisch amerikanische Traum, voller Kitsch und rosa Blümchen. Frauchen ist sich sicher: Spätestens nach 2 Jahren sind Harry und Sally wieder geschieden, hassen sich und ihre schöne, ehrliche Freundschaft von einst ist zerstört und wird durch den Dreck gezogen. Frauchen hat mehrere männliche Freunde und sie sagt, dass funktioniert wunderbar, wenn man in gegenseitigem Einverständnis eine „Platonie“ pflanzt, eine Art Baum, der gut gepflegt werden muss, damit er sich tief verwurzelt und nicht beim ersten Sturm umkippt.

Männer und Frauen können also durchaus NUR Freunde sein.

Mir ist das relativ egal, was Frauchen denkt und was sie für Platonien pflanzt. Ich möchte auch weiterhin an meiner Freundin Lotte schnüffeln und wenn ich nicht schon ein wenig betagt wäre, hätte ich sehr gerne ein paar reizende Welpen mit ihr großgezogen.

Doch nun wird es wieder Zeit, mein Beinchen an diversen Bäumen zu heben und wer weiß, vielleicht ist ja auch eine von Frauchens Platonien dabei.

Euer Moppi Motz – Mops

Überredung

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Überredung

Frauchen ist krank. Mittelohrentzündung. Nicht tragisch? Ich mache mir Sorgen. Manchmal winselt sie laut vor Schmerzen, dann schimpft sie wieder über das Antibiotikum, das ihr angeblich nicht hilft, sondern sie nur depressiv verstimmt. Doch das Schlimmste ist Folgendes: Um sich abzulenken liest sie mir aus ihrem Lieblingsbuch von Jane Austen vor. Es heißt „Überredung“, klingt ziemlich verstaubt und handelt von einer Frau, die gebildet, aber überaus bescheiden ist. Die sich selbst, wann immer es geht, zurück nimmt. Na und selbstverständlich ist die Dame auch noch unglücklich verliebt.

Ich verstehe Frauchen nicht. Raubt die Entzündung im Ohr ihr den Verstand? Sonst liest sie Bücher über starke Frauen, Selbstwert und Spiegelgesetz.

Als ich sie darauf ansprach meinte sie, dass Jane Austen für die damalige Zeit um 1800 schon sehr modern und mutig war in Sachen ‘Frauenliteratur’.

Aber ich habe recherchiert und bin weiterhin sehr besorgt. Jane Austen starb bereits mit 41 Jahren an Tuberkulose und wurde erst nach ihrem Tod als Schriftstellerin bekannt. Frauchen ist gerade 44 geworden, hat Mittelohrentzündung und schreibt an diversen Manuskripten. Gibt es da Parallelen? Ich hoffe nicht.

Heute nimmt sie die letzte Tablette des Antibiotikums und ich werde sie überreden, die „Überredung“ wieder im Schrank verschwinden zu lassen und dafür ein peppiges Frauenbuch aus dem Hier und Jetzt zu lesen.

Euer Moppi Motz – Mops

Takt ist Mangelware

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Takt ist Mangelware!

Es tickt bei uns seit Tagen! So laut, dass ich von Frauchens Bett ins Wohnzimmer flüchten musste. Ursache ist ein Wecker aus grauer Vorzeit, der nun auf ihrem Nachttisch steht. Gefunden im Keller und ein Andenken an ihre verstorbene Omi. Auch das noch! Sentimentalitäten!!! Das bedeutet nichts Gutes.

Verzückt berichtete mir Frauchen, wie sie bereits als kleines Kind durch das laute Geticke selig in einen hypnotischen Schlaf fiel und bunte Geschichten träumte. Später in der Schulzeit lieh sie sich von einer Freundin, die Klavier spielte, ständig deren Metronom aus. Kennt Ihr diese Dinger? Man stellt damit den Takt ein, entweder ganz langsam … Tiiiiiicktaaaaack … oder ganz schnell … ticktackticktack … Schaut man dabei noch auf die Zeiger, anstatt wie vorgesehen Klavier zu spielen, dann fällt man rasend schnell in den Alphazustand und sieht rosa Elefanten, seinen zukünftigen Traummann oder ähnlich wirres Zeug.

Jedenfalls beobachtete ich heute ängstlich, wie Frauchen beim Gassigang verklärt in einen Laden für Musikinstrumente schlich, um unauffällig das Preisschild an einem Metronom zu entziffern. Zu meinem Ärger verließ sie das Geschäft leuchtenden Auges und mit einem kleinen Paket in der Hand.

Ich frage mich, warum sie nicht einfach wie ein normaler Mensch, ein Klavier oder eine Blockflöte kaufen kann. Jetzt muss ich mich wohl beim psychologischen Notdienst erkundigen, ob es so etwas wie eine ‘metronomische Neurose’ gibt. Denn dann lasse ich Frauchen in die Klinik einweisen. Und wenn das nicht klappt, benötige ICH einen gut geschulten Hundepsychologen!

Fazit: Die Menschen haben viele Tic(k)s, aber leider kein Taktgefühl.

Euer Moppi Motz – Mops

Kacke sagt man nicht …

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Kacke sagt man nicht …

Zweibeiner sind meist schlecht gelaunt! Aber wenn sie doch einmal lachen, dann kann ich mich nur wundern. Diese Form von Humor ist mir ein Rätsel!

Heute erlebte ich wieder so einen Fall. Frauchen kam mittags mies gelaunt und hungrig vom Zahnarzt. Selbst meine überschäumende Freude, die sonst immer zieht, zauberte keinerlei Lächeln auf ihr Gesicht. Sie nuschelte entschuldigend: „Daß kmt vonne Sprizze.“ Na gut, ihre Unterlippe hing schon etwas komisch runter und die undeutliche Aussprache war auch nicht normal.

Jedenfalls durfte Frauchen nun zwei Stunden nichts essen. Das verursachte bei ihr Aggressionen und so rollte ich mich lieber leise auf dem Sofa zusammen.

Frauchen blätterte derweil gelangweilt und wütend zugleich in einer Frauenzeitschrift. (Da so etwas sonst nie bei uns herumliegt nehme ich an, dass sie diese aus dem zahnärztlichen Wartezimmer mitgehen ließ.)

Plötzlich schreckte ich aus meinem Dämmerzustand auf. Frauchen lachte!!! Und das irre laut, mit hängender Unterlippe, aus der etwas Sabber lief. Peinlich! Ich bekam einen Anfall von Fremdschämen, bemerkte aber erleichtert, dass die Gardinen zugezogen waren. Wenn das die Nachbarn gesehen hätten, nicht auszudenken!

Neugierig geworden schnüffelte ich nun nach dem Grund des hysterischen Lachens. Auf einer Werbeseite der Zeitschrift entdeckte ich das Foto eines niedlichen kleinen Mädchens. Es trug ein T- Shirt mit der Aufschrift: „Kacke sagt man nicht …“ Frauchen lachte noch immer Tränen. Was bitte ist daran lustig?! Es stimmt doch, was da auf dem T- Shirt steht. „Kacke“ ist ein widerliches Wort, erzogene Hunde wie ich flüstern diskret „Häufi“!

Naja, soll Frauchen doch über diesen Blödsinn lachen.

Dank blickdichter Gardinen amüsiere ich mich lieber schadenfroh darüber, dass Frauchen beim Lachen sabbert wie ein Rottweiler auf Droge.

Erkenntnisse dieses Tages: „Zahnärzte sind humorvoller als man denkt!“ und „Kacke sagt man nicht!!!“

Euer Moppi Motz – Mops